Afrikanischer Einheitstag

Information, Spaß und Austausch

Der Dialog der Kulturen stand am Tag der afrikanischen Einheit im Vordergrund, der am 4. Juni 2011 in Dortmund stattfand. Hierzu waren Vertreter der Diplomatie, der Stadt Dortmund und der Diaspora geladen. Anlass der Feier war die Gründung der Organisation für afrikanische Einheit (Organisation of African Unity (OAU, 25. Mai 1963), heute Afrikanische Union (AU). Dieser Tag ist von besonderer Bedeutung für Afrikaner und Diaspora-Afrikaner, da er die Erfolge im Kampf gegen Kolonialismus und kontinentalen, sowie globalen Rassismus symbolisiert. So bot AfricanTide Union e.V. eine Plattform für die Diaspora, auf der sie sich feiern, präsentieren und über sich informieren konnten.

Weil Verständnis für die eigene und die andere Kultur eines der Hauptkriterien für gelungene Integration darstellt, war auch das abwechslungsreiche Programm darauf ausgelegt, die Besucher zu unterhalten und durch einen gemeinsamen Dialog das gegenseitige Verständnis zu fördern. Da Integration keine Frage des Alters ist, wurde bei der Gestaltung der Feier darauf geachtet, alle Altersklassen anzusprechen.

Auftakt war die Begrüßung durch die Organisatorin und Vorsitzende unseres Vereins, RosaLyn Weber, die im Anschluss daran in einer Präsentation die Afrikanische Union, ihre Geschichte und Bedeutung für Afrika heute und die Diaspora-Afrikaner vorstellte. Darauf folgte eine lebhafte Podiumsdiskussion mit den geladenen Gästen, bei der sich auch Zuhörer aktiv beteiligten, Fragen stellten und ihre Meinung zum Thema der neuen Ungleichheiten Afrikas äußerten.

Probleme auf dem Arbeitsmarkt, mangelndes Engagement auf Seiten der Behörden, aber auch der Migranten, wurden ebenso thematisiert, wie entwicklungspolitische Fragen des afrikanischen Kontinents.
Zeitgleich konnten sich teilnehmende Kinder und Jugendliche in einem Workshop kreativ mit dem Thema Afrika auseinandersetzten. Es wurde gemeinsam ein Plakat gestaltet, das die Vielfalt Afrikas symbolisiert. Trommelübungen und Gesang brachten den Kindern Afrika auch akustisch näher. Im letzten Abschnitt wurde ein Netz aus Wolle geknüpft, welches den Kindern vermitteln sollte, dass kein Land Afrikas für sich allein existieren kann. So verdeutlichte das Spinnennetz die Bedeutung der AU auf spielerische Weise.

An dem Auftritt der Talking Drums konnten sich wieder alle gemeinsam erfreuen. Waghalsige Einlagen eines Stelzenkünstlers in Kombination mit den Rhythmen der Trommeln brachten die Lebensfreude Afrikas mitten in die westfälische Großstadt. In zwei weiteren Präsentationen wurden die aktuelle Situation Afrikas analysiert und die finanzielle Abhängigkeit als Ursache für die Unfähigkeit einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent erörtert. So wurde die Zusammensetzung des Budgets der Afrikanischen Union diskutiert, ebenso wie sich daraus ergebende Probleme der Neutralität der Afrikanischen Union gegenüber den Interessen anderer Länder und Institutionen, wie der Europäischen Union. Musik aus Guinea rundete das Programm ab.

Einen, im wahrsten Sinne des Wortes, krönenden Abschluss des Tages bildete der Schönheitswettbewerb unter dem Motto „Das Gesicht der afrikanischen Diaspora“. Zwölf Mädchen und junge Frauen im Alter von 14-20 Jahren mit afrikanischen Wurzeln stellten sich einer Fachjury, und in einem mehrstufigen Auswahlverfahren wurde dann die Schönste von ihnen gefunden.

Insgesamt erfreuten sich etwa 200 Gäste an dem bunten Programm und der abwechslungsreichen Unterhaltung des Tages der afrikanischen Einheit, sodass das Event zu einem vollen Erfolg für die Organisatoren wurde und in hohem Maße zur Verständigung zwischen den Kulturen beigetragen hat.