Fachhelfer/innen-Qualifizierung im Bäckerhandwerk

für Menschen mit Migrationshintergrund und beruflicher Vorerfahrung

Warum wird die Qualifizierung angeboten?

Zum einen verfügen viele Menschen über wertvolle berufliche Kompetenzen, ohne einen anerkannten Berufsabschluss zu besitzen. Sie werden als Helfer/innen oder Aushilfe nur bei Bedarf eingesetzt und ihre Beschäftigungsverhältnisse unterliegen einem hohen Risiko der Arbeitslosigkeit. Die wahren Talente und beruflichen Fähigkeiten kommen dabei kaum zur Entfaltung.

Zum anderen suchen gerade im Lebensmittelhandwerk zahlreiche Betriebe Fachkräfte oder Menschen, die sie dazu ausbilden können.

Die Fachhelferqualifizierung im Bäckerhandwerk versucht genau diese Lücke zu schließen und über die Einstiegsqualifizierung und die Vermittlung von Betriebskontakten, neue Beschäftigungsperspektiven zu bieten. Auf diese Weise soll somit ein erster Schritt in Richtung Beschäftigung und Qualifizierung zur Fachkraft im Bäckerhandwerk unternommen werden. Im zweiten Schritt kann sich dann der Weg in Richtung Gesellenprüfung anschließen. Das Motto: Heute Helfer. Morgen Fachkraft.

Ziel

Über die individuelle berufliche und sprachliche Qualifizierung sollen die Teilnehmer/innen, anknüpfend an ihr berufliches Können und Wissen im Bäckerhandwerk, praxisnahe Grundlagen für eine Beschäftigung im Bäckerhandwerk als Fachhelfer erlangen, Betriebskontakte knüpfen sowie den Einstieg in Beschäftigung und Qualifizierung zum/zur Gesellen/in im Bäckerhandwerk finden und fachsprachliche Grundlagen erhalten.

Qualifizierungsergebnis

Am Ende der Bäckerqualifizierung erhalten die Teilnehmer/innen eine Bescheinigung über die erworbenen Kompetenzen und haben beste Beschäftigungschancen im Bäckerhandwerk, da der Bäckerinnungs-Verband Westfalen Lippe und die Bäckerfachschule Olpe bei der Kontaktvermittlung unterstützend wirken. Zudem findet ein Teil der Qualifizierung bereits unmittelbar im Betrieb statt.

Mit der Bäckerqualifizierung soll der Einstieg in das Bäckerhandwerk als Fachhelfer/in vorbereitet und Kontakte hergestellt werden. Perspektivisch kann sich eine Weiterqualifizierung in Form einer Vorbereitung auf die Gesellenprüfung anschließen.

Bezeichnung der Qualifizierung

Fachhelfer/in im Bäckerhandwerk

Umfang

Die Qualifizierung zum Fachhelfer im Bäckerhandwerk umfasst insgesamt 107 Unterrichtsstunden, davon 30 Stunden Theorie und 77 Stunden Praxis in Bildungszentrum und Betrieb.

Orte

Die theoretischen Grundlagen werden von einem Fachdozenten der Bäckerfachschule im Haus der Vielfalt, Beuthstraße 21, in 44147 Dortmund vermittelt.

Die überbetriebliche Qualifizierung findet vom 27. bis 31.10.2014 in der Ersten Deutschen Bäckerfachschule, Zur Bäckerschule 5, in 57462 Olpe/Biggesee statt. Übernachtungsmöglichkeiten stehen im Internat der Bäckerfachschule zur Verfügung.

Die betriebliche Qualifizierung findet an mindestens fünf Tagen im Zeitraum vom 03.11 bis 28.11.2014 statt. Die Betriebe werden so vermittelt und ausgewählt, dass sie in der Region Dortmund liegen.

Finanzierung

Die Teilnehmer/innen erhalten – falls keinerlei alternative Finanzierungsmöglichkeiten existieren und die jeweiligen Teilnehmer/innen die Voraussetzungen erfüllen – über das ‚Förderprogramm IQ’ den Qualifizierungsgutschein-IQ von der Handwerkskammer Dortmund ausgestellt. Dieser wird bei der Bäckerfachschule Olpe für die Teilnahme an der Fachhelfer-Qualifizierung eingereicht.

(Anmerkung: Die Möglichkeit, den Qualifizierungsgutschein IQ für die Teilnahme heranzuziehen wird gegenwärtig geprüft. Eine endgültige Freigabe durch den Mittelgeber steht noch aus.)

Sprachliche Begleitung

Einzelne Lern- und Praxisphasen werden durch ein integriertes fachsprachliches Coaching begleitet, so dass auftretende sprachliche Hürden frühzeitig identifiziert und bestmöglich ausgeräumt werden können.

Sozialpädagogisch Betreuung

Während, vor und nach Abschluss der Qualifizierung werden die Teilnehmer/innen sozialpädagogische Betreut. Auftretende Hindernisse können so schnell erkannt und individuell und mit dem nötigen Vertrauen gelöst werden. Die Betreuung unterstützt gleichfalls die Teilnehmer/innen bei den anstehenden administrativen Aufgaben und bei einer ggfs. notwendigen Abstimmung mit dem Jobcenter oder der Arbeitsagentur.

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