Der 25. Mai gedenkt jährlich der Gründung der Organisation der Afrikanischen Einheit am 25. Mai 1963 in Addis Abeba durch 30 afrikanische Staaten, die im Jahr 2002 von der Afrikanischen Union abgelöst wurde. Ziel der Organisation für die Afrikanische Einheit war es, die Einheit und Solidarität der afrikanischen Staaten zu fördern und als Stimme des Kontinents zu agieren. Diese Grundidee wurde in der Afrikanischen Union fortgeführt und weiterentwickelt, so dass zu den gegenwärtigen Zielen der Afrikanischen Union die Folgenden zählen:

  • Beschleunigung der politischen und sozioökonomischen Integration des Kontinents
  • Erreichen von Frieden und Sicherheit auf dem afrikanischen Kontinent
  • Einhaltung der Menschenrechte, Konsolidierung einer verantwortungsbewussten Regierungsführung, Entwicklung demokratischer Institutionen

Der Tag ist somit von besonderer Bedeutung für Afrika und Diaspora-Afrikaner sowie ein Symbol für die Fortschritte, die auf dem Kontinent bis jetzt zur Erreichung dieser Ziele gemacht wurden. AfricanTide Union e.V. nimmt  diesen Tag zum Anlass, um in einer Veranstaltung die Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Afrika zu reflektieren und die Rolle der Migrantinnen und Migranten in der Entwicklungszusammenarbeit zu stärken.

Migranten und Migrantenorganisationen sind maßgebliche Akteure in der Entwicklungszusammenarbeit. Nach Angaben der Weltbank flossen alleine im Jahr 2016 ca. 470 Milliarden US$ als Rücküberweisungen durch Migranten in Entwicklungsländer. Dieser Betrag übersteigt die Höhe der Gelder, die in der offiziellen Entwicklungszusammenarbeit bereitgestellt werden, bei weitem.  Auch in Deutschland gibt es viele Migranten und Migrantenorganisationen, ebenso wie Deutsche, die sich in der Entwicklungszusammenarbeit zur Verbesserung der Lebensumstände in ihrem jeweiligen Heimatland engagieren.

ZielE der Konferenz

Vernetzung

Zurverfügungstellung von Möglichkeiten des Austausches und der Vernetzung für alle Akteure der Konferenz. Hierdurch soll durch Informationsaustausch und gezielte Kooperationen eine bessere Öffentlichkeitsarbeit und eine größere Effektivität der Arbeit aller Akteure erzielt werden. Außerdem können Synergieeffekte dadurch besser genutzt werden. Die Konferenz bringt verschiedene Akteure zusammen, die an der Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDG) im globalen und besonders im afrikanischen Kontextfür mehr Nachhaltigkeit arbeiten wollen.

Daher bietet die Konferenz den Akteuren der afrikanischen Diaspora eine Austauschplattform und möchte gleichzeitig, dass die SDG in das Bewusstsein der Teilnehmenden und in der Vereinsarbeit integriert werden können.

Unter dem Titel „Gemeinsam für die Nachhaltigen Entwicklungsziele“ werden die Frage der Nachhaltigkeit und des Wachstums und ihre Wechselwirkung aus der Perspektive der afrikanischen Länder in den Fokus der Diskussion gerückt. Daher wird auch ein Workshop zum Thema Afrikapitalismus angeboten, um den Kausalzusammenhang zwischen wirtschaftlichem Aspekt und den entwicklungspolitischen Maßnahmen für die gezielte Nachhaltigkeit vergleichend betrachten zu können.

Verbesserung der interkulturellen Kommunikation und der gegenseitigen Akzeptanz von Deutschen und Migrantinnen/Migranten.

Ein gutes Verständnis für die eigene und für die fremde Kultur ist ein Hauptkriterium für gelungene Integration. Daher ist das kulturelle Programm darauf ausgelegt, die Besucher zu unterhalten und durch gemeinsamen Dialog das gegenseitige Verständnis zu fördern. Da Integration keine Frage des Alters ist, wird bei der Gestaltung der Feier darauf geachtet, alle Altersklassen anzusprechen.

Verbesserung der Integration und  der interkulturellen Beziehungen - Stärkung der Rolle der Migranten und Migrantenselbstorganisationen in der Entwicklungszusammenarbeit.

Aktivierung der Migrantenorganisationen für Projekte, die beim Abbau von Fluchtursachen in Afrika realisiert werden können