25-05-2017

Mit diesem Workshop unterstützen wir Kinder und Jugendliche ihre eigene Identität und Gestaltungsmöglichkeiten  in Deutschland zu finden. Aber wie? Versteht  man ihre Kultur, Musik, Malerei und körperlichen Ausdruck als Instrument zur Information und Transformation?

 Zu diesem Themenbereich sind folgende Arbeitsgruppen geplant:

Arbeitsgruppe für Kinder im Alter von 6-14 Jahren:  „Afrikanische Ausdrucksformen: Kunst, Gesang und Körperausdruck“

Unter dem Titel „Afrikanische Ausdrucksformen: Kunst, Gesang und Körperausdruck“ möchten wir in dem Workshop Kindern die Möglichkeit geben, sich mit den Kulturen und der Kunst Afrikas auseinanderzusetzen.

Dazu wird den Kindern zunächst eine Geschichte aus Afrika analog zur heutigen mündlichen Erzählkultur/-tradition erzählt. Darauf aufbauend soll dann eine eigene Geschichte entwickelt werden, die durch den Gebrauch von Musikinstrumenten, rhythmischen Bewegungen, Trommelübungen und Gesang untermalt werden soll.

Die Teilnehmenden können dadurch Afrika mit allen Sinnen erleben. In einem zweiten Teil des Workshops wird ein gemeinsames Plakat gestaltet, das die Vielfalt Afrikas symbolisieren soll. Zudem sollen die Teilnehmenden mittels eines Netzes aus einzelnen Wollfäden, das spinnennetzartig durch den Workshop-Raum gespannt wird, lernen, dass jeder Staat in Afrika, sowie weltweit Teil einer Gemeinschaft ist und in Interaktion mit anderen Staaten steht.

Arbeitsgruppe  für Jugendliche im Alter von 15-25 Jahren: „Zukunft für (junge) AfrikanerInnen in Deutschland“

Afrikanische, Afrodeutsche Kinder und Jugendliche mit dunkler Hautfarbe werden oftmals diskriminiert und gehören in Deutschland zu einer Bevölkerungsgruppe, die sich über ein gemeinsames Merkmal definiert: Sie wachsen als dunklere Menschen in einer hellhäutigen Gesellschaft auf und machen die Erfahrung, dass sie aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes nicht selbstverständlich als dazugehörig gelten und man ihnen mit Vorurteilen und Klischees begegnet.

Nicht selten sind sie Diskriminierung, rassistischer Anmache oder gar Übergriffen ausgesetzt. Dabei sind sie hier geboren oder leben schon lange in Deutschland.

Mit diesem Workshop wollen wir diesen Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihre eigene Identität und Gestaltungsmöglichkeiten für ein Leben in Deutschland zu finden. Sie sollen sich ihrer Wurzeln bewusstwerden, das Potential einer bi-nationalen Identität erkennen und die bunte Vielfalt des afrikanischen Kontinents (wieder) kennenlernen.

Die afrikanische Herkunft soll nicht als Makel begriffen werden, sondern zur positiven Identitätsfindung und Bewusstseinsbildung beitragen. Mit kreativen Methoden werden Jugendliche befähigt, sich gegen (Hautfarben-) Rassismus zur Wehr zu setzen und Ideen für ein zufriedenstellendes Leben in einer multikulturellen Gesellschaft zu entwickeln. Damit können die Jugendlichen sowohl als Akteure und Multiplikatoren in dieser Gesellschaft als auch Brückenbauer zu den Ländern des Südens aktiv werden.

Nach den Workshops sind die Präsentation der Ergebnisse und offene Diskussionen im Plenum vorgesehen.

Die Ergebnisse werden dokumentiert,  um daraus gemeinsam Empfehlungen für die Zukunft abzuleiten.

Die Konferenz

Der 25. Mai gedenkt jährlich der Gründung der Organisation der Afrikanischen Einheit am 25. Mai 1963 in Addis Abeba durch 30 afrikanische Staaten, die im Jahr 2002 von der Afrikanischen Union abgelöst wurde. Ziel der Organisation für die Afrikanische Einheit war es, die Einheit und Solidarität der afrikanischen Staaten zu fördern und als Stimme des Kontinents zu agieren. Diese Grundidee wurde in der Afrikanischen Union fortgeführt und weiterentwickelt, so dass zu den gegenwärtigen Zielen der Afrikanischen Union die Folgenden zählen:

  • Beschleunigung der politischen und sozioökonomischen Integration des Kontinents
  • Erreichen von Frieden und Sicherheit auf dem afrikanischen Kontinent
  • Einhaltung der Menschenrechte, Konsolidierung einer verantwortungsbewussten Regierungsführung, Entwicklung demokratischer Institutionen

Der Tag ist somit von besonderer Bedeutung für Afrika und Diaspora-Afrikaner sowie ein Symbol für die Fortschritte, die auf dem Kontinent bis jetzt zur Erreichung dieser Ziele gemacht wurden. AfricanTide Union e.V. nimmt  diesen Tag zum Anlass, um in einer Veranstaltung die Entwicklungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Afrika zu reflektieren und die Rolle der Migrantinnen und Migranten in der Entwicklungszusammenarbeit zu stärken.

Migranten und Migrantenorganisationen sind maßgebliche Akteure in der Entwicklungszusammenarbeit. Nach Angaben der Weltbank flossen alleine im Jahr 2016 ca. 470 Milliarden US$ als Rücküberweisungen durch Migranten in Entwicklungsländer. Dieser Betrag übersteigt die Höhe der Gelder, die in der offiziellen Entwicklungszusammenarbeit bereitgestellt werden, bei weitem.  Auch in Deutschland gibt es viele Migranten und Migrantenorganisationen, ebenso wie Deutsche, die sich in der Entwicklungszusammenarbeit zur Verbesserung der Lebensumstände in ihrem jeweiligen Heimatland engagieren.

ZielE der Konferenz

Vernetzung

Zurverfügungstellung von Möglichkeiten des Austausches und der Vernetzung für alle Akteure der Konferenz. Hierdurch soll durch Informationsaustausch und gezielte Kooperationen eine bessere Öffentlichkeitsarbeit und eine größere Effektivität der Arbeit aller Akteure erzielt werden. Außerdem können Synergieeffekte dadurch besser genutzt werden. Die Konferenz bringt verschiedene Akteure zusammen, die an der Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDG) im globalen und besonders im afrikanischen Kontextfür mehr Nachhaltigkeit arbeiten wollen.

Daher bietet die Konferenz den Akteuren der afrikanischen Diaspora eine Austauschplattform und möchte gleichzeitig, dass die SDG in das Bewusstsein der Teilnehmenden und in der Vereinsarbeit integriert werden können.

Unter dem Titel „Gemeinsam für die Nachhaltigen Entwicklungsziele“ werden die Frage der Nachhaltigkeit und des Wachstums und ihre Wechselwirkung aus der Perspektive der afrikanischen Länder in den Fokus der Diskussion gerückt. Daher wird auch ein Workshop zum Thema Afrikapitalismus angeboten, um den Kausalzusammenhang zwischen wirtschaftlichem Aspekt und den entwicklungspolitischen Maßnahmen für die gezielte Nachhaltigkeit vergleichend betrachten zu können.

Verbesserung der interkulturellen Kommunikation und der gegenseitigen Akzeptanz von Deutschen und Migrantinnen/Migranten.

Ein gutes Verständnis für die eigene und für die fremde Kultur ist ein Hauptkriterium für gelungene Integration. Daher ist das kulturelle Programm darauf ausgelegt, die Besucher zu unterhalten und durch gemeinsamen Dialog das gegenseitige Verständnis zu fördern. Da Integration keine Frage des Alters ist, wird bei der Gestaltung der Feier darauf geachtet, alle Altersklassen anzusprechen.

Verbesserung der Integration und  der interkulturellen Beziehungen - Stärkung der Rolle der Migranten und Migrantenselbstorganisationen in der Entwicklungszusammenarbeit.

Aktivierung der Migrantenorganisationen für Projekte, die beim Abbau von Fluchtursachen in Afrika realisiert werden können

Afrikanische Einheit 2017